Massageausbildung Erfahrungsbericht:
Sylvia Buhl

„Es gibt nichts Besseres, als wenn Arbeit zufrieden macht“

Unsere ehemalige Schülerin Sylvia Buhl im Porträt

Ihre Praxis für individuelle Massagetherapie an der Bärengasse 13 in Freinsheim trägt den Namen „Auszeit“. Dabei sprüht Inhaberin Sylvia Buhl vor Energie. Als Massagetherapeutin verschafft sie überwiegend mit schmerzreduzierenden Massagen Kunden bereits nach wenigen Behandlungen Linderung. Außerdem absolviert die 53-Jährige eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und engagiert sich seit sechs Jahren als Trainerin für Rehabilitationssport für den Deutschen Behindertensportverband, Schwerpunkt Orthopädie. Über diese Tätigkeit kam sie auch auf den Gedanken, eine Ausbildung zur Massagetherapeutin für Wellness, Fitness und Gesundheitsprävention an der Massageschule BNS zu absolvieren – aber der Reihe nach.

Sie kam zu der Erkenntnis: „So kann ich nicht weitermachen“

Geboren in Bad Dürkheim und aufgewachsen in Freinsheim stand für Sylvia Buhl zunächst ein Studium auf dem Programm, das sie als Wirtschaftsingenieurin erfolgreich abschloss. Bis zum Alter von 42 Jahren arbeitete sie in diesem Beruf. Die sportliche Frau, die Bergsteigen und Klettern zu ihren Hobbys zählt, berichtet von langen Arbeitstagen sowie gesundheitlichen Problemen und persönlich lebensverändernden Ereignissen, die dann eintraten. Sie kam zu der Erkenntnis: „So kann ich nicht weitermachen“ und kündigte ihren Job in Neustadt an der Weinstraße. Als sie im Sportstudio, in dem sie trainierte, gefragt wurde, ob sie dort im Bereich Rehabilitation arbeiten wolle, musste sie nicht lange nachdenken. „Der medizinisch-sportliche Bereich hat mich schon immer interessiert“, schwärmt die frühere Leistungssportlerin in der Leichtathletik.

Menschen mit Schmerzen helfen

Sylvia Buhl absolvierte eine Ausbildung zur Trainerin für Rehabilitationssport und stieg mit all ihrer Energie in die neue Arbeit ein, die sich aufgrund ihrer sportlichen Erfahrungen sehr schnell weiterentwickelte. Es schloss sich eine Qualifikation zur Erlebnis- und Entspannungspädagogin an und es kam Wirbelsäulengymnastik hinzu. An vier Standorten war Sylvia Buhl 2018 aktiv. Damals fiel ihr auf, dass viele Menschen unter muskulären und faszialen Problemen litten. Orthopädisch konnten keine Beeinträchtigungen festgestellt werden. „Das hat mich zu der Überlegung veranlasst, was ich tun könnte, um diesen Menschen Erleichterung zu verschaffen“, berichtet Sylvia Buhl und erläutert: „Mit klassischer Massage kommt man nicht weit, da sie nicht tief genug reicht.“

„Das hat mich zu der Überlegung veranlasst, was ich tun könnte, um diesen Menschen Erleichterung zu verschaffen“, berichtet Sylvia Buhl und erläutert: „Mit klassischer Massage kommt man nicht weit, da sie nicht tief genug reicht.“

Jenkins® Intensiv Massage passt perfekt

Bei ihren Recherchen im Internet stieß sie auf die Massageschule BNS in Köln, welche die Jenkins-Intensiv-Massage unterrichtet. „Dies passte sehr gut, da diese Behandlung bei faszialen und muskulären Stressblockaden zum Tragen kommt“, so die Freinsheimerin. Sie rief in der Massageschule an und unterhielt sich mit Schulleiterin Yvonne Sandner-Jenkins, die diese Massage entwickelt hat, lange über Hintergründe. Aufgrund ihrer Überlegungen, sich selbstständig zu machen, kamen beide zu dem Schluss, dass die Ausbildung zur Massagetherapeutin für Wellness, Fitness und Gesundheitsprävention am besten geeignet war. Denn die Teilnehmer erlernen die Grundlagen, um als Massagetherapeuten den Schritt in die eigene berufliche Existenz zu gehen. Die individuellen Lerninhalte wie die Intensiv-Massage nach Jenkins, die klassische Massage, die Sportmassage, die Stuhlmassage, Lymphdrainage, Triggerpunkt-Massage, Wellness-Massage und Aku-Kinesio-Taping, waren innerhalb kurzer Zeit zusammengestellt. „Yvonne findet sehr schnell heraus, welchen Massagekurs man am besten wählt“, begründet Sylvia Buhl.

Die Massagetherapeut-Ausbildung

So drückte die engagierte Frau von September 2018 bis Februar 2019 in der Masterclass in Köln die Schulbank – berufsbegleitend an den Wochenenden. „Die Massageausbildung war genial“, schwärmt die 53-Jährige. Denn durch die verschiedenen Kursteilnehmer habe sie ein sehr gutes Gefühl für unterschiedliche Problematiken bekommen. Und: „Die Dozenten schauen den Schülern intensiv auf die Finger und korrigieren sofort.“ Es werde auf alles geachtet, vom Ablauf bis zur richtigen Haltung. Nach jeder Session gab es eine kleine Prüfung und Feedback, woran jeder Teilnehmer noch arbeiten konnte. Je mehr der Kurs dem Ende entgegenging, überlegte Sylvia Buhl, wie ihre Selbstständigkeit genau aussehen sollte. Sie recherchierte, welche Massagen wo bereits angeboten wurden und kam zu dem Schluss, überwiegend schmerzreduzierende Massagen nach Jenkins anzubieten. Zudem kaufte sie eine mobile Massagebank und fragte ihre Kontakte, ob sie an ihnen praktizieren darf, um auszuprobieren, wie die Massagen ankommen. „Ich wollte wissen, ob ich den Menschen damit wirklich helfen kann“, konkretisiert Sylvia Buhl. Dabei gelangte sie zu der Erkenntnis, dass dies der Fall ist und sie sich genau dies vorstellen kann.

Individuelle Massagetherapie deshalb, weil ich bei jedem Kunden nach seinen Problemen sowie Herausforderungen entscheide, welchen Massagetyp ich anwende

Eigene Praxis im Elternhaus

Ihre Praxis richtete sie in ihrem Elternhaus in Freinsheim ein. Dabei wurde die Massagetherapeutin mit vielen Herausforderungen konfrontiert – sei es mit dem Beantragen einer Nutzungsänderung, dem Sicherstellen eines Parkplatzes, Umbauten oder dem Einrichten der Praxis. Alles klappte. Sylvia Buhl ließ 2.000 Flyer drucken, verteilen und eröffnete ihre Praxis für individuelle Massagetherapie am 11. Mai 2019 mit einem Tag der offenen Tür. „Individuelle Massagetherapie deshalb, weil ich bei jedem Kunden nach seinen Problemen sowie Herausforderungen entscheide, welchen Massagetyp ich anwende“, erklärt die Freinsheimerin. Da sie zudem örtliche Medien über den Eröffnungstag informiert hatte, kamen nicht nur 50 bis 60 Interessenten, sondern es folgten auch Berichte im Stadtanzeiger und in der Rheinpfalz. So konnte sich Sylvia Buhl zusätzlich zu den Kunden, die nach der mobilen Massage zu ihr gefunden hatten, sehr schnell über weitere Termine freuen. Inzwischen finden die meisten aufgrund von Mundpropaganda zu ihr. „Die Massagen kommen super an“, sagt die Massagetherapeutin und fügt als ein Beispiel hinzu: „Bei einer Kundin stand eine Schulter-Operation an. Sie war drei Mal bei mir und hat dann die Operation abgesagt, weil ihre Schmerzen so weit zurückgegangen waren. Das ist ein eindrückliches Erlebnis.“

Ich bin angekommen. Ich habe gefunden, was mir Freude bereitet

Angekommen und konkrete Zukunftspläne

Geprägt von solchen Erfahrungen, nutzte sie sogar die Corona-Zwangspause, in der sie ihren Job nicht ausüben durfte, da dieser nicht zu den Heilberufen zählt. „Das hat mich dazu veranlasst, eine Heilpraktiker-Ausbildung zu beginnen“, so Sylvia Buhl. Denn damit könne sie in einer solchen Situation weiterarbeiten. Zudem hoffe sie, dadurch mehr über Zusammenhänge im Körper zu erfahren und den ein oder anderen Ansatzpunkt konkretisieren und eventuell osteopathische Griffe in Behandlungen einfließen lassen zu können. Ein positiver Nebeneffekt sei, dass Kunden die Möglichkeit erhalten, Geld über ihre Versicherungen erstattet zu bekommen.

Längst ist die Praxis der Schwerpunkt von Sylvia Buhl. Ihre anderen Tätigkeiten hat sie bis auf den Reha-Sport sukzessive abgebaut. Denn: „Ich bin angekommen. Ich habe gefunden, was mir Freude bereitet“, begründet die Massagetherapeutin, deren Lebenspartner sie auf ganzer Linie unterstützt. Die Ausbildungen haben sich gelohnt – auch in einem etwas fortgeschritteneren Alter. Ihr Rat: „Das kann ich nur jedem empfehlen, es gibt nichts Besseres, als wenn Arbeit zufrieden macht.“ Der Massageschule BNS, zu der sie noch immer Kontakt hat, um bei Bedarf Kenntnisse aufzufrischen und sich auf dem Laufenden zu halten, sei sie „sehr dankbar“.

Sylvia Buhl

Massagetherapeutin & Jenkins Therapeutin
www.auszeit-buhl.de
Tel.: 0152-38049767

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