5 Massage Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest
Wir haben die häufigsten Massage-Fehler zusammengestellt: Selbst ausgebildete Massagetherapeuten vergessen oft, worauf es bei der Massage ankommt.
Die fünf häufigsten Massage Fehler
Gehen wir davon aus, dass du bereits eine Massagetherapie Ausbildung durchlaufen hast. Sie beherrschen verschiedene Massageformen, kennen die entsprechenden Grifftechniken und können deine Klienten professionell massieren. Das alleine reicht jedoch nicht aus.
Der Effekt einer Massage und dein wirtschaftlicher Erfolg hängen von Einigem mehr ab als deinen besonderen Massagefertigkeiten, guten Techniken, deinem Einfühlungsvermögen und deiner Fähigkeit, Menschen Gutes zu tun. Es geht vielmehr auch darum, die Bedingungen zu schaffen, in der die Massage optimale Wirkung entfalten kann. Und ganzheitlich auf die Bedürfnisse und Wünsche deiner Klienten einzugehen. Das sind die 5 häufigsten Massage Fehler, die du als Therapeut unbedingt vermeiden solltest.
Massage Fehler 1: Ungemütliches Ambiente
Das Massageambiente ist das Aushängeschild einer Massagepraxis. Nur, wenn sich Kunden und Patienten wohl und gut aufgehoben fühlen, können sie sich entspannen. Ein wichtiger Faktor ist dabei Wärme: Kühlt die Muskulatur aus und der Klient friert, bleibt auch die beste Massage wirkungslos. Sorge dafür, dass der Massageraum stets vorgeheizt ist und gerade nicht massierte Körperareale abgedeckt werden. Zusätzlich kannst du mit Wärmekissen oder -lampen arbeiten.
Weitere wichtige Punkte sind Lärm und Arbeitsunterbrechungen. Auch, wenn du z.B. als selbstständiger Massagetherapeut für Kundengespräche und Einlass zuständig sind: Plane deine Termine und Telefonate so, dass du die Massage eines Kunden nicht unterbrechen musst, denn das wirkt überaus störend. Gerade der fließende Ablauf und die durchdachte Chronologie der Massage sind es, die neben den spezifischen Grifftechniken für Entspannung und Wohlbefinden sorgen. Ihre Aufmerksamkeit gilt immer jeweils nur dem Kunden, den du gerade behandelst.
“Entspannende Musik, Wände und Ausstattung in warmen, gedeckten Farben und die passende Einrichtung vervollständigen das Ambiente.”
Massage Fehler 2: Falsche Liegeposition
Die richtige Liegeposition während der Massage ist essenziell. Wenn z.B. Kopf oder Kniegelenke ungünstig abknicken, ist jede noch so gute Massage wirkungslos und im schlimmsten Fall sogar kontraproduktiv.
“Investiere in eine hochwertige, stabil verarbeitete Massageliege und Lagerungshilfen (Rundrolle, Keilkissen, Halbrolle).”
- Das Keilkissen kann z.B. zur Entlastung der Hüfte, die Rundrolle zur Entlastung der Knie eingesetzt werden.
- Die Massageliege sollte unbedingt über einen Kopfeinlass verfügen, sodass sich die Nackenmuskulatur entspannen und der Masseur ausreichend Druck auf die zu behandelnden Areale ausüben kann.
- Die Arme können parallel zum Körper liegen; manche Liegen verfügen zudem über zusätzliche Armstützen.
- Vergewissere dich vor der Behandlung, dass der Patienten wirklich bequem liegt und passe die Lagerung bei Bedarf an.
Massage Fehler 3: Sie reden zu viel – oder zu wenig
Die Konversation während der Massage ist eine Kunst, für die grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Allerdings steht zu Beginn eine ausführliche Anamnese, um zu eruieren, welche Massageform am besten für den Klienten geeignet ist und welche Bedürfnisse oder Beschwerden im Vordergrund stehen.
Darüber hinaus solltest du dich auch während der Massage erkundigen, ob der Klient weiterhin bequem liegt, der Druck stimmt, neue Beschwerden auftreten oder ein Bereich (z.B. der Nacken) besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Manche Kunden und Patienten sind sehr zurückhaltend und geben von sich aus nur wenig Rückmeldung.
Zudem solltest du zu Beginn jeder neuen Sitzung erfragen, wie es dem Klienten nach der letzten Behandlung ergangen ist und ob du dieses Mal etwas verändern sollen.
“Du kannst eine Massage nie nach „Schema-F“ durchführen. Frage nach und höre zu.“
Weitere Konversation, z.B. Smalltalk, ist von vielen Klienten nicht gewünscht – anderen wiederum ist gerade das besonders wichtig. Mache als Massagetherapeut deutlich, wann Entspannung und Ruhe für die Wirkung einer Massage (z.B. Wellness Massage) notwendig ist. Setze Konversation hingegen gezielt ein, wenn du eine besonders kräftige und damit auch manchmal unangenehme Massage durchführen, um den Klienten abzulenken (z.B. bei der Jenkins® Intensiv Massage oder Triggerpunktmassage).
Massage Fehler 4: Unsachgemäße Anwendung
Es gibt bei Massagen keine „One-fits-all“ Lösungen. Bei manchen Krankheiten oder Beschwerden sind bestimmte Massagen unwirksam oder sogar kontraindiziert, andere wiederum sehr viel besser geeignet. Wirklich fundiert erlernen lassen sich Massagen erst durch intensive Ausbildung.
“Setze dich genau mit den Indikationen und Kontraindikationen jeder Massageform auseinander und führe bei jedem Erstkontakt mit neuen Klienten eine genaue Anamnese durch. Welche Symptome und Vorerkrankungen liegen vor?“
Darüber hinaus solltest du auch nur die Massageformen anbieten, die du wirklich beherrschst. Falsche Erfahrungen vorzutäuschen macht sich auf Dauer nicht bezahlt und der Klient merkt sehr schnell, ob du wirklich halten kannst, was du versprichst.
Bei uns in der Body&Soul Online Academy stellen wir in unserer Massagetherapeuten Ausbildung sicher, dass jeder unserer Schüler die erlernten Massagen en Detail beherrscht und für Klienten nicht mehr als Anfänger erkennbar ist. Die umfassende Ausbildung legt den Grundstein für eine professionelle, verantwortungsbewusste und damit auch erfolgreiche Arbeit als Massagetherapeut.
Massage Fehler 5: Mangelnde Hygiene
Es klingt trivial, kommt aber trotzdem immer wieder vor: Hygienemängel in der Massagepraxis. Ein Haar vom vorherigen Kunden, ein übersehener Ölfleck oder Rückstände im Handtuch werfen ein schlechtes Licht auf den Massagetherapeuten. Auf die Klienten wirkt dies nicht nur nachlässig, sondern auch unappetitlich; die Chance ist groß, dass es der erste und letzte Besuch war.
“Investiere Zeit und Geld in die gründliche Reinigung deines Equipments.”
Für Massageliegen und Lagerungshilfen gibt es spezielle, milde Desinfektionsmittel, die zuverlässig von Ölrückständen und Keimen befreien, ohne dabei das Oberflächenmaterial anzugreifen. Wasche Decken, Handtücher und auch deine Arbeitsbekleidung bei 90° mit speziellen Hygiene Waschmitteln; greifst du auf Farben und Materialien zurück, die sich leicht reinigen lassen.
Zur Hygiene gehört aber das Erscheinungsbild des Therapeuten. Achte auf frischen Atem, gute Körperhygiene und als Raucher vor allem zusätzlich auf Rückstände an Händen, Haaren und Kleidung. Diese können für die Kunden und Patienten äußerst unangenehm sein. Desinfiziere dich zudem sichtbar vor dem Kunden vor jeder Massage und z.B. auch nach jedem Nase putzen, Niesen, Husten usw. die Hände.